Mallorca Ferienwohnung


Mallorca


Das grosse Atemholen in ihrer Ferienwohnung auf Mallorca

Der Gedanke, auf Mallorca ein Apartment oder eine Ferienwohnung zu mieten, zeugt vielleicht nicht von jugendlicher Unbeschwertheit, aber gewiss von einsichtiger Planung.

Wer sich längere Zeit auf der sonnigen Urlaubsinsel aufhalten will, wer mit Familie anreist, wer für sich den Luxus eines größeren Platzbedarfs in Anspruch nimmt oder wer schlicht keine Hotelkästen mit Standardzimmern mag, hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Er kann sich eine Immobilie kaufen. Oder sich sein Domizil in Form einer Ferienwohnung mieten.

Spätestens dann, wenn es nach dem oben angesprochenen Glas gekühlten Rosé zu einem geselligen Abend mit einigen weiteren Gläsern gekommen ist, erkennt auch der Skeptiker den Vorteil, der im Mieten einer Ferienwohnung oder eines Apartments liegt - der Weg zur Schlafstätte ist erfreulich kurz und problemlos und bietet somit beste Voraussetzungen, einen gelungenen Abend mit einer erholsamen Nacht und einem weiteren erfreulichen Tag zu verknüpfen.

Egal, wie man seine Zeit verbringt - und Mallorca bietet bekanntermaßen so viele unterschiedliche, sich geradezu widersprechende Möglichkeiten, dass selbst ein Besucher mit mehrfach gespaltener Persönlichkeit keinen Anlass zum Nörgeln fände - wirklich Spaß macht es erst auf der Basis einer Ferienwohnung. Mallorca sollte eigentlich immer im Plural geschrieben werden, denn zwischen Touristenzentren wie der Colonia de Sant Jordi oder dem Küstenstreifen bei Calla Rajada, den beschaulichen Orten abseits der von sonnenhungrigen Touristen bevölkerten Strände und den fast menschenleeren Bergregionen, in denen wilde Ziegen die Herrschaft angetreten haben, klaffen Welten. Welten wohlgemerkt, die auf dieser Insel benachbart sind.

Gleiches gilt für den Lauf der Jahreszeiten - von den milden, regenreichen Wintern über den "kleinen Sommer", der im Januar die Mandelblüten manchmal regelrecht explodieren lässt, bis zu den Sommern, deren Sonnenschein und Wärme genau das Argument sind, mit denen sich wettergeprüfte Mitteleuropäer seit Jahrzehnten auf die Insel locken lassen.

Mögen andere Ferienreviere im Mittelmeerraum mit Billigangeboten oder dem Reiz des Neuen Punkte sammeln - wenn die Wettervorhersage einmal mehr ein weiteres Tiefdruckgebiet vom Atlantik und Höchsttemperaturen von 18 Grad ankündigt, dann geht der sehnsuchtsvolle Blick durch die verregneten Fensterscheiben nicht auf die von Tropfen punktierten Pfützen, sondern nach einem Ort, der den Sonnenschein mit derselben unaufgeregten Selbstverständlichkeit präsentiert wie ein Luxushotel seine Dienstleistungen. Und wenn man am Morgen, noch gähnend und verwuschelt das Fenster seines Apartments öffnet und eine Luft spürt, die sich an die Haut schmeichelt, dann bedarf es schon einer guten Portion an Masochismus, um sich nach einer sogenannten Sommerluft zu sehnen, die mit ihrer kühlen Feuchte zubeißt wie ein übelgelaunter Terrier.

Die Brüder Goncourt schrieben in ihrem Tagebuch vor etwa 140 Jahren, wie schön es doch sei, wieder in den grauen Pariser Nieselregen zurückzukehren. Das mag sogar sein. Aber vorher möchte man sich an Sonne und Wärme sättigen, bis man in das geradezu sündhafte Missverständnis abgleitet, dies sei ein Menschenrecht und müsse immer so sein. Dann allerdings hilft die Rückreise in die von grauen Wolken bedeckte Heimat, um sich des Privilegs der nächsten Ferien auf Mallorca bewusst zu werden.